Von Margot Anhegger-Dilger
Im Frühjahr 2019 erreichte die Redaktion folgender Brief:
Sehr geehrter Herr Kirschner,
schon lange wollte ich Ihnen schreiben, aber wie es so ist, man schiebt es immer wieder auf. Der Anlass meines Briefes ist der Beitrag von Herrn Gustl Stempfle im Heft Nr. 37 / Dezember 2000.
Also: nicht nur in Oberstdorf haben die Hefte einen festen Platz im Bücherschrank, auch in München. Ich habe alle Hefte 1-72 (leider fehlt mir Heft 2), auch gelesen.
Meine Schwester, Frau Hilde Müller (Foto-Müller) versorgt mich regelmässig mit dieser Lektüre. Auch das Archiv der Pfarrei „Maria-Hilf-Kirche“ freut sich über Berichte aus den Heften.
Ich gehöre zum Pfarrverband Au-Untergiesing und so gehe ich öfters in dieses Gotteshaus. Als Reproduktion sind an den Säulen im Kirchenschiff die Glasfenster der Oberstdorfer Maler "Fischer und Schraudolph" ausgestellt. Die Glasfenster haben leider den Krieg nicht überstanden.
Ich habe der Pfarrei Kopien aus den Heften 3 (Mai 1983) "Glasfenster von Johann Schraudolph" und Heft 33 (Dez 1998) „Ein fast vergessener Maler - Joseph Anton Fischer" sowie aus Heft 65 (Dez 2014) „Das Schicksal der Freken Johann Baptist. Schraudolph im Dom zu Speyer".
Sie glauben garnicht, wie man dort, überrascht war und sich gefreut hat. Ich erhielt eine Kopie des Grundrisses von Maria-Hilf vor der Zerstörung, wo die Glasfenster einmal gewesen sind und füge Ihnen eine Kopie bei. Die Fenster müssen wunderschön gewesen sein, ich schaue mir die Repros immer wieder an.
Die Beiträge in den Blättern zur Oberstdorfer Heimatkunde sind nicht nur informativ, sondern auch spannend, wie z.B. die Entstehung der Breitachklamm oder der Adlergraf.
Jetzt weiß ich auch, daß das Haus, in dem ich lange gelebt hebe, Weststraße 196, jetzt 11, dem großen Brand 1865 zum Opfer fiel und ein Jahr später wieder aufgebaut wurde. In den 30er Jahren befand sich darin „Müller's Lohn-Kutscherei", ebenso eine Filiale der Fa. Bernh. Müller aus Augsburg, meine Mutter war damals dort Filialleiterin.

