Diesem künstlerischen Schaffen des so vielseitig begabten und wirkenden Mannes soll der folgende Beitrag gewidmet sein.
Ein Amateur (lateinisch amator ‚Liebhaber‘) ist eine Person, die im Gegensatz zum Profi (eigentlich Professionist) - eine Tätigkeit aus Liebhaberei ausübt, ohne einen Beruf daraus zu machen.
Ein Amateur im besten Sinne war Hans König, der Zeit seines Lebens die Liebe zur Kunst und zu seiner Oberstdorfer Heimat auf vielfältige Art und Weise zum Ausdruck brachte.
Dabei war er kein geborener Oberstdorfer, denn das Licht der Welt erblickte er in Fischen als Sohn von Johann König (Postschaffner) und Theresia König (geb. Seelos aus Hinang) und als ältestes von vier Kindern.
Doch schon bald nach seiner Geburt zog die Familie nach Oberstdorf in die Schrofengasse, in das Haus der Familie Seelos (heute Schrofengasse 8).
In Oberstdorf besuchte er sieben Jahre die Volksschule und absolvierte danach zwei Jahre in der Berufsschule Sonthofen.
In dieser Zeit entwickelte er seine Leidenschaft für das Zeichnen und Malen und so war es nur folgerichtig, dass er mit 15 Jahren eine Lehre im Malergeschäft Dreher (Maximiliansstraße) begann.
Rosina Wolf kannte Hans seit seiner Kindheit, denn sie waren Nachbarskinder in der Schrofengasse. Aus dieser Kinderfreundschaft entwickelte sich mehr und am 27.4.1936 heirateten die beiden.
Der gelernte Maler hatte also in eine Landwirtschaft eingeheiratet und musste somit das „Bürsgschäft“ erlernen. Neben der Landwirtschaft arbeitete er zumindest periodisch in seinem angestammten Beruf im Malerbetrieb Dünßer.