Dass sich das Koblat (auch Koblach; wo heute der Skilift auf einer Hochfläche südöstlich unter dem Nebelhorngipfel endet; von „Kobel“ für Felsenschlucht, Felsbuckel oder einfach Buckel oder vielleicht auch Loch) am Nebelhorn nicht unbedingt als Start- oder Landeplatz für Flugzeuge eignet, das mussten im Winter 1935 zwei wagemutige Piloten erfahren, die am Koblat eine veritable Bruchlandung fabrizierten. Aber der Reihe nach …
1926 gründete Hanns Klemm in Böblingen die „Leichtflugzeugbau Klemm GmbH“. Seine Firma war darauf spezialisiert, kleine und leichte Sportflugzeuge zu bauen. Von dem erfolgreichsten Modell, der KL 25, wurden ca. 600 Exemplare hergestellt.
Während des 2. Weltkrieges nahm das Interesse an Sportflugzeugen aber ab und so endete mit dem Krieg die Ära Klemm. Die Siegermächte ließen 1945 das Werk Böblingen demontieren und Versuche, die Firma auch in Kooperationen mit anderen Firmen zu reaktivieren, scheiterten und so wurde die KLemm GmbH 1959 aufgelöst.

