Die Kapelle St. Anna in Rohrmoos ist ein einzigartiges kulturelles Kleinod des Allgäus, ja des gesamten Alpenraumes.
Unter Jakob Truchsess von Waldburg-Wolfegg, einem Erben des Grafen von Sonnenberg, der wiederum 1497 bis 1506 Güter und Alpen in Rohrmoos von den Herren von Heimenhofen erworben hatte, wurde die Holzkapelle 1568 (Spätre-
naissance) erbaut.
St. Anna im Rohrmoos gilt somit als die älteste Holzkapelle des Alpenraumes, zugleich als eine der ältesten erhaltenen Holzkirchen Europas.
Weithin bekannt ist St. Anna wegen der prachtvollen und vollständig erhaltenen Wandmalereien von 1587, die sicherlich zu den schönsten ihrer Art zählen.
Besonders bemerkenswert ist die Darstellung des Jüngsten Gerichts an der Westwand, welche wahrscheinlich einer niederländischen Stichvorlage von 1569 (Marten van Heemskerck) nachempfunden ist.