„Bücher können die Welt verändern!“ Ob diese Aussage in ihrer Absolutheit stimmt, das wage ich zu bezweifeln. Aber Bücher können in einem Leser etwas anstoßen, was ihn zu Handlungen motiviert, die, wenn sich genügend Gleichgesinnte verbünden, durchaus zu Veränderungen führen können.Die Bibel, „Die Entstehung der Arten“ von Charles Darwin oder Karl Marx’„Kapital“sind Beispiele dafür, welche Kraft das geschriebene Wort entfalten kann.
„Friedels erste Reise“ ist natürlich kein Buch, das sich an Bedeutung mit den oben genannten messen könnte und welches dieWelt verändert hat. Es ist nur die liebevoll erzählte Geschichte dreier Kinder und ihrer Familien, die Anfang
des 20.Jahrhunderts in Oberstdorf zur Sommerfrische weilen. Aber, und das ist der Grund, warum ich dieses Buch vorstellen möchte, diese Erzählung hatte sicherlich einen gewissen Einfluss auf die Entwicklung Oberstdorfs zum beliebten Ferienort.
Die oben abgebildeten Umschlagbilder des Kinderbuches „Friedels erste Reise“ von Beate Jacoby zeigen die Protagonisten der Erzählung:Titelheld Friedel Markwald (mit Hut),der einheimische Bauernjunge Sepp und die elfjährige Marianne (Annerl) Rotenbach
„Es war jedoch ein Kinderbuch aus der Serie Friedel von Beate Jacoby, das Oberstdorf in ganz Deutschland bekannt machte.“ (S.123, Ein Dorf im Spiegel seiner Zeit; Angelika Patel; Hrsg. Markt Oberstdorf,2010)
Was aber ist das Besondere an diesem Buch, dass es solch eine Wirkung auf den Werdegang der Tourismusgemeinde Oberstdorf ausüben konnte?