
Der Verein „Initiative Villa Jauss e.V.“ hat 2023 viel Geld in die Hand genommen, um einen Teil des historischen Gebäudes im Fuggerpark in Oberstdorf zu sanieren. Dies war nur möglich durch einen höheren Zuschuss der Marktgemeinde und über private Spenden.
Eine großzügige finanzielle Unterstützung für die Sanierung kommt vom Verschönerungsverein Oberstdorf e.V mit 12.500 €. Der Verschönerungsverein hat sich unter anderem ‚die Pflege und den Erhalt gewachsener Bausubstanz als dem kulturellen Erbe seiner Bürger‘ zur Aufgabe gemacht und sich in diesem Sinne zur Förderung der Sanierung des Kunsthauses Villa Jauss entschlossen.
Der Vorstand der Villa Jauss bedankt sich herzlichst, zumal Verschönerungsverein ebenso wie die Marktgemeinde in Aussicht gestellt haben, die weitere Sanierung 2025 erneut zu unterstützen.
Der Erhalt des Gebäudes ist für die Initiative Villa Jauss essentiell, ist es doch das Gebäude, das den stimmungsvollen Rahmen für Veranstaltungen und Ausstellungen bietet, welcher Gäste und Einheimische gleichermaßen begeistert.
Ja, die Bauarbeiten gehen weiter – für den Erhalt der historischen Villa muss das restliche Dachgeschoss sowie Nord- und Ostfassade dringend saniert werden, um der schädlichen Arbeit von Holzwurm, Holzwespe und Holzbock Einhalt zu gebieten.
Die Dachstuhlsanierung ist aufwendig und der Verein ist dringend auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen, gerne auch von privater Hand. Nur so kann der Verein sicherstellen, dass dieses faszinierende Kleinod aus dem 19. Jahrhundert erhalten bleibt. Packen wir es gemeinsam an – der Vereinsvorstand und alle Kunst- und Kulturinteressierten werden sehr, sehr dankbar sein.
(Text: Villa Jauss Team)

Karl Schädler und Georg Vogler haben das vom viel zu früh verstorbenen Holzbildhauer Max Blattner geschnitzte Schild vom markanten Wappen des Oberstdorfer Partnerortes am Fuße des höchsten Berges der Alpen, dem Mont Blanc, komplett saniert und neu gefasst.
So strahlt es jetzt wieder im ursprünglichen Glanz.

Die Sanierung von Sitzbank, Vorgang und Aufstieg zur hochalpinen Wegekapelle Maria am Knie wurde vom Verein mit 2000 EUR bezuschusst.
Dabei wurden auch Teile des Dachstuhls und der Türstock erneuert. Außerdem erstrahlen die beiden geschnitzten Tafeln der Pestheiligen „Roches" (St. Rochus) und „Beschtioane" (St. Sebastian) auf der Ostseite in neuem Glanz.
Die Pestkapelle ist 1936 von der Museumsgruppe als Nachfolgebau von „Clöüdelars Kappel" errichtet worden. Clöüdelars Kappel, die beim großen Brand 1865 wie durch ein Wunder unversehrt geblieben ist, geht wiederum auf einen Bildstock aus den Pestjahren 1634/35 zurück.
Im Jahr 1955 fiel die Pestkapelle dem Bau des Gehsteigs entlang der Weststraße zum Opfer, weil der Plan misslang, die ganze Kapelle auf Rollen 10 Meter nach Norden in die angrenzende Buind zu schieben. Sie wurde anschließend in der heutigen Form größer und mit Türmchen wiedererbaut. Jährlich im Mai wird in der Kapelle der Rosenkranz gebetet.
Der Verschönerungsverein dankt den Handwerkern der Zimmerei Geiger und Maler Sieber für die Ausführung, dem Diözesanbauamt für die Übernahme der Bauleitung sowie Initiator Pfarrer Peter Guggenberger und dem Grundeigentümer Toni Birker für die reibungslose Zusammenarbeit.
