„Klöüsezit”

von Eugen Thomma am 01.12.2017

A Schneale deckt d Äckar,
d Natür goht zur Rüeh,
s Johr goht mit lang Schritte
dr Winterszit züe.

Es nachtet schu frei,
und ischt öü recht kolt,
dr Brimte hanget
a Bosche und Wold.

Wenn i de warm Schtube,
drukhet huim z Obed d Lit,
denn isch se do -
bun iis - die Klöüsezit.

Wenn im gmürete Ofe
a Boarze lütt schnellt
und Drääne oder Maale
a Gschichtle vrzöllt.

Denn hokhet Khind do
und looset gean zue,
doch – wie lang goot des?
Wie lang isch a Rüeh?

An Bummrar tüet es
am Finschtr a dr Falle.
Em Fränzle isch Herz
schier i d Hosa na gfalle.

Klöüsezit - Heft 71

Dr Büe schluift hinter
Maale und Drääne umme.
Wo Klöüse sind i
d Schtube ringkhumme.

Deam arme Kherle wierd es
gonz kolt und gonz haiß.
Was dea Klöüs vum gonze
Johr hea alls waiß.

S Bravsing vrschpreache,
und beate müeß a dr Büe.
Denn git öü dr khäälescht
vu de Klöüse a Rüeh.

Wo Klöüse furt sind
und d Schealla vrschtummet,
muit s Fränzl, ob die
huit noo amol khummet?

Nui seit dr Drääne,
die isch rumm iezt die Gfohr,
dea Klöüs khut
erscht wiidr in am Johr.

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