Was man als Doktor alles zu hören bekommt

von Dr. Harald Knöckel am 01.06.1995

Bericht am Telefon über eine alte Patientin: „Also, Herr Doktr, d’ Oma isch abietz grad reacht schtraicheg, und will se gar numma uf d’ Löüe hot kinne, honer i welle an gschroatete Lingsome geabe. Seit se doch glatt züe br: ,Wenn d’r üngbedingt a Süfreasse vrfüetre wend, nocha dind doch a Sü hea — i frissenas allat it!’”

Eine nicht mehr ganz orientierte Patientin auf meine Frage nach ihrem Befinden: „Herrschaft, bischbr Du a wündrgeala Dingelar.”

Freier hot dr Dreck gschdünke, huit schwätzda!

Wie heißt es doch: Zwoa Wibr geabet a Kirbe, dri geabet an Markt!

Hot amol uina gseit, ’s hab schu manchmol a Aff a Büech i d Händ gnome und diese habed nochad „Herr Doktor” züenem gseit.

Feand de Summr hot uina Schtuipilz gschenkt kriet. ’s Wib hotse no uf Mittag gricht. Wie bas aso hot, hobba ündr ’m Easse öü dr Katz nammas is Tealar dong. Wie die so a bizzle umanond gschleaget hot, fochtse zmol s wale und schriee am Bode a, vrschlieft no ündr de Ofe und mached det furt. Jietz ischba halt grüseg vrschrocke, will ba gmuit hot, die Pilz seied gifteg. All sind is Kronkehüs und händse de Mage üspumpe long. Wie se widr huim kumme sind, hot nocha d’ Katz Jünge ghet!

Bu Nidrachars Luis hot uina an Schamott zum Ofe üsschtriche köüfe welle. Wiena nochat gfroget hot, was a koschde dei, hot Luis gseit: „So a siebezg, achzg Pfäning. Gischbr grad a Mark!”

Sagt der Doktor zum alten Weible: „Aber Sie gefallen mir heute gar nicht!” Antwort: „Dir sind öü it dr Schenscht, Herr Doktr?”

Eine ältere Allgäuerin mußte eines Tages operiert werden. Nach der Operation, bei der Visite, wurde sie vom behandelnden Arzt gefragt, ob sie schon Stuhlgang gehabt habe. Die Antwort kam prompt: „Wie a Holzar!” Als der Doktor nicht verstand, was sie meinte, kam die Erklärung: „Deara Hiefe, ma kinnt grad in Schatte flacke!”

Es sagte ein Ehemann, der nur schwer von der Notwendigkeit einer Operation bei seiner Frau zu überzeugen war: „Ja, und wenn se schtirbt, wea koched mir no?”

Ein Patient, dessen Urin untersucht werden sollte, brachte diesen in einer Pfandflasche mit der Bemerkung, daß er die Flasche wieder brauche, weil er sie zurückgeben müsse!

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